Rötelmäuse bergen Gefahr durch die Übertragung des Puumala-Virus

Blogeintrag

In Österreich zählen Puumala-Virus-Infektionen zu den bedeutendsten Hantavirus-Infektionen. Als Überträger dienen Rötelmäuse, die der Unterfamilie der Wühlmäuse zugeordnet sind. Von den Nagern, die asymptomatisch infizieren und das Virus über Monate über Kot, Urin und sogar den Speichel ausscheiden, kann deshalb auch eine Gesundheitsgefahr ausgehen. Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt durch das Einatmen von virushaltigem Staub. Die Viruslast ist meist dort am höchsten, wo die Rötelmäuse relativ ungestört sind wie z. B. in etwas abgelegeneren Wohnhäusern, Ställen, Garagen, Dachböden oder Kellern. Grundsätzlich sind Rötelmäuse in ganz Österreich beheimatet, jedoch wurden die meisten Infektionen in der Steiermark, Kärnten, Burgenland und Oberösterreich verzeichnet.

Eine Infektion mit dem Puumala-Virus führt meist zu folgenden Symptomen

  • hohes Fieber
  • starke Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Bauch und Rückenschmerzen

Besonders gefährlich kann das Virus werden, wenn es zu Nierenfunktionsstörungen auslöst, das bis hin zum Nierenversagen führen kann!

Ein verwandtes Virus, das Dobrava-Virus, kann einen noch viel schwereren Verlauf herbei führen. Dieses Virus ist hauptsächlich im Balkan verbreitet, mittlerweile jedoch auch schon in Teilen von Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Auch in Österreich wurden bereits ein paar Fälle diagnostiziert.

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